Price Engine

Mit der Price Engine kann der Nutzer präzise ausrechnen, wie er die Dauerpreise einer Warengruppe festlegt, um seine Erträge zu optimieren und sein Preisimage zu bewahren.

Der Dauerpreis als Ertragsbringer

Für zahlreiche Artikel in den Sortimenten von Einzelhändlern lässt die Preisgestaltung Spielräume offen. Die Price Engine der Retail Simulation Suite von Dacos ermöglicht dem Händler die Verbesserung des Rohertrags durch optimale Preisgestaltung in diversen Warenkategorien.

Sortimentskompetenz im Preisspiel nutzen

In gut ausdifferenzierten Kategorien finden sich Eckartikel, die für eine positive Preiswahrnehmung der Kategorie besonders wichtig sind, zusammen mit weniger hervorgehobenen Artikeln, die auf Kunden mit unterschiedlichen Qualitätsansprüchen und Gewohnheiten abzielen. Ein kluges taktisches Spiel mit den Preisen der A- und B-Marken, der oft besonders preissensitiven Eigenmarke und dem Randsortiment ist sehr schwierig. In diesem Spiel liegen aber Chancen für eine Steigerung der Erträge bei einer gleichzeitigen Wahrung des Preisimages des Unternehmens.

Die in den Warengruppen angebotenen, zueinander substituierbaren Artikel werden vom Kunden hinsichtlich verschiedener Qualitätsmerkmale und ihrer Preise beurteilt. Kaufentscheidungen lassen sich durch Preisänderungen vor allem dort beeinflussen, wo der Preis das vorrangige Entscheidungsmerkmal zwischen mehreren Alternativen ist.

Die Beantwortung solcher Fragen ist für jeden nützlich, der durch taktische Preismaßnahmen in den Sortimenten eine langfristige Steigerung der Rendite erzielen möchte, ohne beim Kunden eine negative Preiswahrnehmung zu erzeugen. Leider lassen sich die passenden Antworten ohne entsprechende Werkzeuge kaum effizient finden. Die Vollsortimenter und Fachmärkte bieten Zehntausende bis Hunderttausende von Produkten an. Warenkategorien mit mehreren Dutzend zueinander alternativen Produktgruppen sind keine Seltenheit. Die Lösung kann für Händler nur in einem Werkzeug mit hohem Automatisierungsgrad liegen, das die Reaktionen des Kunden auf Preisänderungen voraussagt und geeignete Preise automatisch ermittelt.

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Taktische Preisoptimierung

Die Taktische Preisoptimierung, der Kern der Price Engine, simuliert und optimiert Preisänderungen im Dauerpreisbereich des gesamten Sortiments. Auf der Basis der verdichteten Abverkaufsdaten mehrerer Monate und der aktuellen Einkaufspreise ermittelt die Taktische Preisoptimierung ein mathematisches Modell der verhaltenspsychologischen Abhängigkeiten zwischen den Verkaufspreisen und der Kaufwahrscheinlichkeit einerseits und dem zu erwartenden Rohertrag pro Verkaufseinheit andererseits. Mit Hilfe dieses Modells lassen sich die Veränderungen des Kaufverhaltens nach Preisänderungen simulieren und optimale Vorschläge für Preislinien automatisch erzeugen. Die Taktische Preisoptimierung ist ein praxisgerechtes Werkzeug, das die Gesetze des Marktes und die Gegebenheiten im Handel beachtet:

  • Die Preissimulation errechnet exakte Schätzungen des Rohertrags pro Verkaufseinheit und Grundmenge. Der Anwender kann daher alternative Änderungsvorschläge quantitativ miteinander vergleichen und so das für die Kategorie beste Vorgehen bestimmen. 
  • Die Preisoptimierung bewahrt und verbessert die positive Gesamtwahrnehmung der Preise einer Warengruppe. „Extreme“ Preisänderungen, vor allem bei Eckartikeln, werden nicht vorgeschlagen. Preiserhöhungen bei manchen Produkten balanciert das Verfahren automatisch durch vorteilhafte Preissenkungen bei alternativen Produkten aus. 
  • Die Preisgrenzen eines jeden Produkts können zusätzlich durch Minimum- und Maximumbedingungen manuell festgelegt werden, so dass Änderungen dort unterbunden werden, wo sie nicht beabsichtigt sind.
  • Wichtige psychologische Preisschwellen und die Preispolitik des Unternehmens („alle Preise über einem Euro enden auf 5 oder 9“) werden nicht nur beachtet, sondern sogar geschickt ausgenutzt.
  • Der Einfluss unterschiedlicher Packungsgrößen als Qualitätsmerkmal und als Einflussgröße bei Preissensitivität und der möglichen Bevorratung geht in das Modell ein.
  • Ungewöhnliche Verkaufsvorgänge („Monsterkunden“, extreme Tagesrabatte usw.) werden statistisch erkannt und automatisch aus den Daten herausgefiltert.
  • Preise können regional differenziert optimiert werden. Das Preismodell der Taktischen Preisoptimierung nutzt dabei die unterschiedlichen Präferenzen der Kunden und die gegebenen Unterschiede im Angebot aus, um regional optimale Preislinien zu errechnen.

Bei beinahe allen geeigneten Warengruppen lässt sich alleine durch die Optimierung der Dauerpreise der Rohertrag um durchschnittlich zwei bis vier Prozent steigern. Gerade in vernachlässigten Warengruppen des Randsortiments finden sich oft ungenutzte Potenziale, die noch höhere Steigerungen ermöglichen. Die Taktische Preisoptimierung ermöglicht es, aus sehr vielen Warengruppen durch gute Preispolitik deutlich mehr an Ertrag herauszuholen.

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Weitere Komponenten der Price Engine

Die Price Engine liefert aussagekräftige Analysen von allen hierarchischen Ebenen der Warengruppen bis hinunter zum Verbund- und Einzelartikel. Es sind vollständige Reportingansichten verfügbar. Diese umfassen unter anderem Verkaufspreis-, Verkaufsmengen-, Umsatz- und Ertrags-Historien sowie Ein- und Auslistungen und Promotionsaktionen.

Voraussetzungen für den Einsatz

Als Anwendungsfall der Retail Simulation Engine ist die Price Engine Bestandteil einer modernen, skalierbaren Software-Architektur. Die Taktische Preisoptimierung setzt den Zugang zu einem Data Warehouse mit den relevanten Daten voraus. Meist stehen alle notwendigen Informationen dort heute bereits zur Verfügung.